How to Find a Good Web Developer (and Spot the Scammers)
Die Entscheidung für einen Webentwickler ist eine der wichtigsten, die Sie für Ihr Unternehmen treffen. Eine gute Webseite bringt Kunden, baut Vertrauen auf und arbeitet rund um die Uhr für Sie. Eine schlechte Webseite kostet Geld, vertreibt Besucher und schadet Ihrem Ruf. Das Problem: Von außen ist schwer zu erkennen, wer wirklich liefert und wer nur gut verkauft.
Warum die Wahl so wichtig ist
Eine Webseite ist nicht wie ein Flyer, den man bei Nichtgefallen wegwirft. Sie ist ein technisches Produkt, das gewartet, aktualisiert und weiterentwickelt werden muss. Wenn der Entwickler schlechte Arbeit leistet, sitzen Sie auf einem Fundament, das früher oder später Probleme macht. Langsame Ladezeiten, Sicherheitslücken, keine Auffindbarkeit bei Google, Darstellungsfehler auf Mobilgeräten.
Noch schlimmer: Oft merken Sie die Probleme erst Monate später, wenn der Entwickler längst bezahlt ist. Die Seite sieht vielleicht gut aus, aber unter der Haube ist der Code so chaotisch, dass kein anderer Entwickler ihn sinnvoll weiterbearbeiten kann. Dann stehen Sie vor der Wahl: Teuer nachbessern lassen oder komplett neu anfangen. Beides kostet mehr als eine saubere Lösung von Anfang an.
Red Flags: Woran Sie unseriöse Anbieter erkennen
Es gibt einige Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten. Keins davon ist für sich genommen ein Todesurteil, aber wenn mehrere zusammenkommen, sollten Sie vorsichtig sein.
- Kein eigenes Portfolio oder nur Screenshots. Wer gute Arbeit leistet, zeigt sie. Und zwar mit Links zu echten, funktionierenden Webseiten. Screenshots kann jeder erstellen. Fordern Sie immer Live-Links und prüfen Sie die Seiten selbst: Ladezeit, mobile Darstellung, Funktionalität.
- Unrealistische Versprechen. "Seite 1 bei Google in 4 Wochen" oder "Wir verdoppeln Ihren Umsatz" sind keine seriösen Aussagen. Kein Entwickler kann Ihnen Google-Rankings garantieren. Wer das trotzdem tut, weiß entweder nicht, wovon er spricht, oder er lügt bewusst.
- Extrem niedrige Preise. Eine professionelle Webseite für 200 Euro? Das geht nur mit Baukästen oder Templates, die kaum angepasst werden. Wenn ein Entwickler deutlich günstiger ist als alle anderen, fragt sich, wo er spart. Meistens an der Qualität.
- Kein Vertrag oder unklare Vertragsbedingungen. Wer gehört die Domain? Wer hat den Quellcode? Was passiert bei Kündigung? Wenn diese Fragen nicht klar geregelt sind, haben Sie ein Problem. Es gibt Anbieter, die die Domain auf sich selbst registrieren. Wenn Sie kündigen, ist Ihre Webadresse weg.
- Keine Fragen an Sie. Ein guter Entwickler fragt nach Ihren Zielen, Ihrer Zielgruppe, Ihren Wettbewerbern. Er will verstehen, was die Webseite leisten soll. Wer sofort ein Angebot schickt, ohne Rückfragen zu stellen, plant eine Standardlösung, die vielleicht für Sie passt. Oder auch nicht.
Die richtigen Fragen im Erstgespräch
Das Erstgespräch ist Ihre beste Gelegenheit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Stellen Sie konkrete Fragen und achten Sie darauf, wie geantwortet wird. Ein guter Entwickler erklärt verständlich, gibt ehrliche Einschätzungen und sagt auch mal, wenn etwas nicht sinnvoll ist.
Fragen Sie nach dem technischen Stack: Welche Technologien werden eingesetzt und warum? Die Antwort muss nicht hochkomplex sein, aber der Entwickler sollte begründen können, warum er bestimmte Werkzeuge wählt. "Weil wir das immer so machen" ist keine gute Antwort. "Weil Nuxt für Ihr Projekt die beste Balance aus Performance und SEO bietet" schon.
Fragen Sie nach dem Ablauf: Wie sieht der Prozess von der ersten Idee bis zum Livegang aus? Gibt es Zwischenstationen, an denen Sie Feedback geben können? Wie läuft die Kommunikation? Ein strukturierter Ablauf mit klaren Meilensteinen ist ein gutes Zeichen. "Wir machen das schon" ist ein schlechtes.
Fragen Sie nach Wartung: Was passiert nach dem Launch? Wer kümmert sich um Updates und Sicherheit? Was kostet das? Eine Webseite ohne Wartung ist wie ein Auto ohne Ölwechsel. Es läuft eine Weile, aber nicht ewig.
Portfolio vs. Versprechen: Was zählt wirklich
Vergessen Sie Zertifikate, Partner-Badges und Auszeichnungen. Die meisten davon kann man kaufen oder durch eine einfache Prüfung erhalten. Was zählt, sind funktionierende Referenzprojekte. Öffnen Sie die Webseiten, die der Entwickler gebaut hat. Prüfen Sie sie:
- Laden sie schnell? Testen Sie mit PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev).
- Funktionieren sie auf dem Smartphone? Nicht nur "irgendwie", sondern richtig gut?
- Sieht das Design professionell und individuell aus? Oder wie ein leicht angepasstes Template?
- Sind die Texte sinnvoll, die Navigation logisch, die Kontaktmöglichkeiten offensichtlich?
Wenn ein Entwickler keine Referenzen zeigen kann oder will, ist das ein klares Warnsignal. Jeder, der in der Branche arbeitet, hat Projekte vorzuweisen. Auch Anfänger haben zumindest eigene Projekte oder Arbeiten aus der Ausbildung.
Freelancer, Agentur oder Inhouse?
Die Frage nach der richtigen Organisationsform hängt von Ihrem Budget und Ihren Anforderungen ab. Hier eine ehrliche Einordnung:
Freelancer sind meistens günstiger als Agenturen und arbeiten direkter mit Ihnen zusammen. Kein Projektmanager als Mittelsmann, kein Overhead. Der Nachteil: Wenn der Freelancer krank wird oder keine Zeit hat, steht Ihr Projekt still. Achten Sie darauf, dass der Freelancer erreichbar ist und einen Plan hat, wenn er ausfällt.
Agenturen bieten mehr Sicherheit und oft ein breiteres Spektrum an Leistungen (Design, Text, SEO, Entwicklung aus einer Hand). Dafür zahlen Sie den Overhead: Büromiete, Projektmanagement, Vertrieb. Eine Agentur mit zehn Mitarbeitern hat andere Fixkosten als ein Freelancer. Das spiegelt sich im Preis wider, nicht unbedingt in der Qualität.
Inhouse-Entwickler lohnen sich erst, wenn Sie kontinuierlich Entwicklungsarbeit haben. Für eine einzelne Webseite ist ein fest angestellter Entwickler zu teuer. Wenn Sie aber regelmäßig neue Funktionen, Anpassungen oder komplett neue Projekte brauchen, kann es sich rechnen.
Checkliste: 10 Punkte vor der Beauftragung
Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, gehen Sie diese Punkte durch:
- 1.Live-Referenzen geprüft (nicht nur Screenshots)
- 2.Domain wird auf Sie registriert (nicht auf den Entwickler)
- 3.Quellcode gehört Ihnen nach Bezahlung
- 4.Klarer Zeitplan mit Meilensteinen
- 5.Schriftliches Angebot mit allen Leistungen
- 6.Responsive Design (Mobiloptimierung) ist inklusive
- 7.SEO-Grundlagen (Meta-Daten, Seitenstruktur, Ladezeit) sind Teil des Projekts
- 8.Datenschutz (DSGVO, Cookie-Banner, Impressum) wird berücksichtigt
- 9.Wartungsangebot und Support-Konditionen sind definiert
- 10.Kündigungsbedingungen und Übergangsregelung sind klar
Wenn ein Anbieter bei einem dieser Punkte zögert oder ausweichend antwortet, sollten Sie nachfragen. Wer nichts zu verbergen hat, beantwortet alle Fragen offen. Und wer professionell arbeitet, hat für die meisten dieser Punkte bereits fertige Antworten und Prozesse.
Discuss your project?
We answer all your questions openly and honestly. Free initial consultation, no obligations.
Free consultation